Hund oder Katze gefunden? Chip auslesen – so geht’s
Aktualisiert: · Kynologic Sp. z o.o.
Ein Hund läuft allein die Straße entlang, eine Katze sitzt seit zwei Tagen unter Ihrem Auto. Jemand sucht dieses Tier. Der kürzeste Weg zum Halter führt über den Mikrochip: Nummer auslesen lassen, oben in die Suche eingeben. Hier der ganze Ablauf, Schritt für Schritt.
Hund gefunden – was Sie zuerst tun sollten
- Sichern Sie das Tier. Nähern Sie sich ruhig, laufen Sie ihm nicht hinterher. Bieten Sie Wasser an, sprechen Sie leise. Knurrt der Hund oder ist er sehr ängstlich, greifen Sie nicht zu – holen Sie Hilfe oder warten Sie, bis er von selbst kommt. Eine Leine, eine Schnur, eine offene Transportbox oder ein geschlossener Garten halten ihn von der Fahrbahn fern.
- Gehen Sie nicht davon aus, dass er niemandem gehört. Gepflegtes Fell, Halsband, geschnittene Krallen oder schlicht Zutrauen zu Menschen sprechen für ein Zuhause. Auch ein schmutziger, dünner Hund kann jemandem gehören – nach ein paar Tagen unterwegs sieht jedes Tier verwahrlost aus.
- Chip auslesen lassen – kostenlos. Den Chip sieht man nicht, man braucht ein Lesegerät. Das haben Tierarztpraxen, Tierheime, die Polizei und viele Ordnungsämter. Das Auslesen dauert Sekunden und kostet nichts. Lassen Sie sich die vollständige Nummer aufschreiben – meist 15 Ziffern, zum Beispiel
985 112 004 318 207. Kein Signal? Bitten Sie darum, langsam über Rücken, Hals und Flanken zu fahren – Chips können wandern. - Nummer in die Suche eingeben. Das Feld steht oben auf dieser Seite. Wir prüfen unser Register und die Partnerregister. Halterdaten zeigen wir nie an – diese Regel schützt den Halter und Sie.
- Die Nummer ist bei DogWorldBase? Dann sehen Sie Name und Foto des Tieres und einen Button für eine anonyme Nachricht. Der Halter bekommt sie sofort per E-Mail und antwortet Ihnen über die Seite; Ihre Telefonnummer bleibt bei Ihnen, solange Sie sie nicht selbst nennen. Trägt der Hund einen QR-Anhänger, scannen Sie den Code mit dem Handy – er führt auf dieselbe Seite.
- Nicht bei uns? Das Ergebnis zeigt, ob ein Partnerregister die Nummer führt – dann vermittelt dieses Register den Kontakt. Taucht sie nirgends auf, prüfen Sie noch die nationalen Datenbanken, die wir nicht abdecken.
- Fund melden. Unabhängig vom Ergebnis: Informieren Sie das nächste Tierheim und das Ordnungsamt oder die Gemeinde. Dort rufen Halter zuerst an, und die Meldung schützt Sie, falls die Eigentumsfrage später strittig wird.
Hund gefunden, Chip ausgelesen – aber die Nummer ist in keiner Datenbank
Das kommt öfter vor, als man denkt: Der Chip wurde nie registriert, oder im Eintrag steht eine Telefonnummer von vor zwei Umzügen. Die Nummer führt dann ins Leere. Was Sie trotzdem tun können:
- Fragen Sie in der Praxis, die den Chip ausgelesen hat, ob die ersten Ziffern auf einen Hersteller oder ein Land hinweisen – das verrät manchmal, welche Datenbank man anrufen könnte.
- Hängen Sie einen Aushang am Fundort auf und posten Sie ihn in lokalen Gruppen und auf Portalen für vermisste und gefundene Tiere. Mit Foto, aber behalten Sie ein Merkmal für sich – so erkennen Sie den echten Halter.
- Fragen Sie bei den Tierärzten in der Nähe – Nachbarn gehen in die nächste Praxis, und das Team erinnert sich an seine Patienten.
- Wiederholen Sie die Abfrage nach ein, zwei Tagen. Ein Halter, der gerade erst merkt, dass der Chip nie registriert war, holt das meist sofort nach.
Was, wenn der Hund keinen Chip hat
Kein Signal heißt nicht immer kein Chip – bitten Sie um einen zweiten Scan mit einem anderen Lesegerät, am besten im Tierheim, dessen Geräte alle Chip-Standards lesen. Gibt es wirklich keinen Chip, bleiben Tierheim, Gemeinde und Aushänge. Bleibt das Tier bei Ihnen, lassen Sie es chippen und registrieren Sie es gleich – die Registrierung bei DogWorldBase wird einmalig bezahlt, und ein QR-Anhänger aus dem Shop lässt jeden Finder Sie allein mit dem Handy erreichen.
Hund gefunden – wo melden, und was das Recht sagt
In vielen Ländern ist ein Fundtier zu melden – in der Regel bei der Gemeinde, dem Ordnungsamt oder dem von der Gemeinde beauftragten Tierheim. Die Regeln unterscheiden sich je nach Land und oft je nach Gemeinde: Mancherorts kommt das Tier ins Tierheim, anderswo dürfen Sie es bis zur Klärung behalten. Rufen Sie bei Ihrer Gemeinde an und fragen Sie nach dem örtlichen Vorgehen. Das ist keine Formsache: Die Meldung setzt die Frist in Gang, nach der ein Tier vermittelt werden darf, und sie ist die erste Stelle, bei der ein Halter anruft.
Geben Sie den Hund nicht der ersten Person, die sich meldet. Lassen Sie sich ein Foto, den Impfpass oder die Chipnummer zeigen – ein echter Halter hat mindestens eines davon.
Katze gefunden – gilt dasselbe?
Im Grunde ja, mit einem Unterschied: Die meisten Freigängerkatzen sind nicht verloren. Eine Katze, die frisst, sauber ist und ihre feste Runde dreht, wohnt meist zwei Häuser weiter. Beobachten Sie sie ein paar Tage, fragen Sie die Nachbarn, legen Sie ihr für ein paar Stunden ein Papierhalsband um: „Hat diese Katze ein Zuhause? Bitte anrufen…". Ist die Katze verletzt, abgemagert, sehr jung oder draußen sichtbar hilflos, handeln Sie wie beim Hund: Chip auslesen, Suche, Meldung. Auch Katzen sind gechippt – gleiche Suche, gleiche Nummer.
Warum die Nummer gerade hier eingeben
Ein Feld, eine Antwort: ob die Nummer registriert ist und wo – ohne Konto. Fragen zu Chipnummer, Ziffern und Kosten beantworten wir unter häufige Fragen; die Suche finden Sie auch auf der Seite Chipnummer prüfen. Und wenn Ihr eigener Hund fehlt: Lesen Sie, was zu tun ist, wenn Hund oder Katze vermisst werden.