Wo steht die Chipnummer meines Hundes?
Aktualisiert: · Kynologic Sp. z o.o.
Die Chipnummer brauchen Sie in drei Situationen: wenn Sie prüfen wollen, ob Ihr Hund registriert ist, wenn Sie ihn registrieren, und wenn er verschwunden ist. Meist muss niemand angerufen werden – die Nummer steht längst in den Unterlagen, die Sie zu Hause haben. Hier erfahren Sie, wo Sie nachsehen sollten, wie die Nummer aussieht, was die einzelnen Ziffern bedeuten und was Sie mit der Nummer anfangen, sobald Sie sie haben.
Wo steht die Chipnummer? Fünf Fundorte
- Im Heimtierausweis. Der EU-Heimtierausweis hat einen eigenen Abschnitt „Kennzeichnung des Tieres“ mit der Transpondernummer, dem Datum des Einsetzens und der Stelle am Körper. Oft klebt die Praxis dort auch das Barcode-Etikett ein.
- Im Impfpass oder Gesundheitsheft. Hat der Hund keinen Heimtierausweis, steht die Nummer auf einer der ersten Seiten – handschriftlich oder als Aufkleber.
- Auf dem Barcode-Aufkleber vom Tierarzt. Jeder Chip wird mit einem Satz Etiketten geliefert, auf denen Nummer und Strichcode stehen. Eines kommt in die Praxisakte, die übrigen in die Papiere des Hundes. Das Etikett ist gedruckt und damit die verlässlichste Quelle – ohne Risiko eines Schreibfehlers.
- Im Vertrag mit Züchter oder Tierheim. Kaufvertrag für einen Welpen und Schutzvertrag bei der Vermittlung enthalten fast immer die Chipnummer als Kennzeichen des Tieres. Sehen Sie auch in Ahnentafel oder Welpenpapieren nach.
- Auf der Rechnung fürs Chippen. Praxen tragen die Nummer des gesetzten Transponders häufig in die Leistungsbeschreibung ein.
Haben Sie keines dieser Dokumente, bleibt nur das Auslesen mit einem Lesegerät – dazu weiter unten.
Chipnummer Hund – Beispiel und Aufbau
Moderne Chips entsprechen den Normen ISO 11784 und 11785, und ihre Nummer hat immer 15 Ziffern. Keine Buchstaben, keine Sonderzeichen. Zur besseren Lesbarkeit schreibt man sie in Dreiergruppen:
Beispiel einer Chipnummer: 985 112 004 318 207
Die Leerzeichen sind nur fürs Auge – bei der Abfrage und in jedem Register zählt die Folge von fünfzehn Ziffern. Die Nummer kann auch ohne Leerzeichen oder mit Bindestrichen gedruckt sein; es bleibt dieselbe Nummer.
Chipnummer und Länderkennung: Was die ersten drei Ziffern bedeuten
Die ersten drei Ziffern sind ein Präfix, die restlichen zwölf die Seriennummer des jeweiligen Transponders. Das Präfix ist eine von zwei Arten:
- Eine Länderkennung nach ISO 3166-1 – sie sagt, für welches Land der Chip ausgegeben wurde, z. B. 276 Deutschland, 040 Österreich, 616 Polen, 826 Großbritannien.
- Ein Herstellercode im Bereich 900–999 – z. B. 985, 981 oder 900. Er benennt den Hersteller des Chips, nicht das Land, in dem er dem Hund gesetzt wurde.
Aus dem Präfix lässt sich weder ablesen, in welchem Register der Hund eingetragen ist, noch wer der Halter ist. Ein Chip mit der deutschen Kennung 276 kann im Ausland registriert sein, ein Herstellerchip mit 985 in Deutschland. Das Präfix ist nur ein Hinweis, in welche Richtung man suchen kann – über die Registrierung entscheidet erst das Ergebnis der Abfrage.
Ältere und ungewöhnliche Nummern
Bevor sich die ISO-Norm durchsetzte, waren Chips mit 9- oder 10-stelligen Nummern im Umlauf, teils mit Buchstaben. Man trifft sie vor allem bei älteren Tieren und bei Tieren aus den USA. Auch eine solche Nummer lässt sich prüfen, aber nicht jedes Lesegerät erkennt diese Chips – hat Ihr Hund einen, fragen Sie in der Praxis nach einem Universal-Lesegerät.
Chip auslesen, wenn Sie keine Unterlagen haben
Die Chipnummer lässt sich ausschließlich mit einem Lesegerät (RFID-Scanner) ermitteln. Ein solches Gerät gibt es:
- in jeder Tierarztpraxis – das Auslesen dauert Sekunden und ist meist kostenlos oder kostet wenig,
- in Tierheimen und bei Tierschutzvereinen,
- bei Ordnungsamt, Polizei und Tierrettung.
Der Scanner wird über Nacken und Schulterblätter geführt; Chips wandern manchmal unter der Haut, daher gehören auch Flanken und Brust zu einem gründlichen Scan.
Ein Chip hat kein GPS. Das ist das häufigste Missverständnis. Der Transponder hat keine Batterie, sendet kein Signal und kann den Hund nicht orten. Er wacht nur für einen Sekundenbruchteil auf, wenn ein Lesegerät wenige Zentimeter entfernt ist, und gibt seine Nummer preis – mehr nicht. Bei einem vermissten Hund hilft der Chip erst, wenn jemand den Hund findet, ihn scannt und die Nummer in einem Register prüft – genau deshalb ist die Registrierung so wichtig. Wer seinen Hund auf einer Karte verfolgen möchte, braucht einen separaten GPS-Tracker am Halsband.
Was Sie mit der Nummer tun sollten
Prüfen, ob sie registriert ist
Geben Sie die Nummer in die Chipnummer-Abfrage von DogWorldBase ein. Sie sehen, ob sie in unserem Register steht und ob Partnerregister sie kennen. Was ein leeres Ergebnis bedeutet und wie Sie registrieren – Schritt für Schritt in der Anleitung Ist der Chip meines Hundes registriert?.
Sicher aufbewahren
Fotografieren Sie das Barcode-Etikett und speichern Sie die Nummer im Handy. Geht der Hund einmal verloren, müssen Sie nicht in der Aufregung den Impfpass suchen.
Die Chipnummer nicht veröffentlichen
Die Chipnummer ist das Kennzeichen Ihres Hundes und gehört nur zu Ihnen, Ihrer Tierarztpraxis und dem Register. Schreiben Sie sie nicht in Vermisstenanzeigen, in soziale Netzwerke oder in Verkaufsanzeigen – wer die Nummer kennt, könnte versuchen, den Hund auf sich zu registrieren oder sich als Halter auszugeben. „Gechippt und registriert“ reicht in einer Anzeige völlig; ein Finder liest die Nummer ohnehin beim Tierarzt aus. Bei DogWorldBase erscheint die Chipnummer auf keiner öffentlichen Seite.
Die Chipnummer bei Katzen
Bei Katzen ist alles gleich: derselbe Transpondertyp, dieselben 15 Ziffern, derselbe Eintrag im Heimtierausweis oder Impfpass, dasselbe Lesegerät. Katzen werden oft bei der Kastration gechippt – suchen Sie die Nummer also auch in den Unterlagen zu diesem Eingriff. Prüfen und Registrieren laufen für Katzen über dieselbe Abfrage wie für Hunde.
Weitere kurze Antworten – wie viele Ziffern, ist die Abfrage kostenlos, sehen Sie Halterdaten – finden Sie in unseren häufigen Fragen.